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COVID-19 und wie Neuseeland mit der Situation umgeht

 

Neuseeland ist entschieden und effektiv gegen die Pandemie vorgegangen - eine sehr gute Analyse und Zusammenfassung findet sich im folgenden Artikel, der letztes Jahr in der Zeit veröffentlicht wurde: https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-04/coronavirus-neuseeland-jacinda-ardern-lockdown-strategie

Nach sieben Wochen strengem Lockdown hatte es Neuseeland tatsächlich geschafft, das Virus einzudämmen und über viele Monate herrschte bei uns wieder eine Normalität, von der man anderswo nur träumen konnte. Nachdem es seit Wochen keine Neuerkrankungen innerhalb der Bevölkerung mehr zu verzeichnen gab, hatte sich unsere Premierministerin entschlossen, den Lockdown ganz aufzuheben. Schulen, Geschäfte, Kneipen usw. waren wieder geöffnet, Großveranstaltungen wieder erlaubt.

Leider sind vor einigen Monaten hier erstmals Fälle der Deltavariante aufgetreten. Es handelte sich zunächst um mehrere Cluster im Großraum Auckland. Durch Lockdowns wollte man dem Land Zeit geben, den Herd der Infektion zu lokalisieren, vermehrt zu testen, die Impfkampagne voranzutreiben und das Virus einzudämmen. Unglücklicherweise ist das Virus in die falschen Kreise geraten und hat sich in Neuseelands ausbreiten können. Es ist inzwischen in mehreren Teilen der Nordinsel angekommen.

Die Regierung musste sich deshalb schweren Herzens entschließen, von der Eliminierungsstrategie abzuweichen und die Einschränkungen nach und nach aufzuheben. Wir bereiten uns inzwischen alle auf ein Leben mit dem Virus vor, was Dank der guten Annahme der Pfizer Impfung durch die Bevölkerung möglich scheint (wir sind inzwischen bei über 92% für die Erstimpfung und über 85% für vollgeimpfte Bürger über 11 Jahren angekommen). Auch die Drittimpfung für diejenigen unter uns, deren Impfung mehr als sechs Monate zurückliegt, hat inzwischen begonnen.

 

Es herrscht Impfpflicht für Angestellte und freiwillige Mitarbeiter an den Schulen, im Sportbereich, in Kindergärten, Altersheimen, im Gesundheits- und Beautysektor; für Veranstaltungen, in Restaurants, Cafés Kinos etc. wird man ab dem 3. Dezember 2021 einen Impfausweis vorlegen müssen. Wir tragen alle Masken in den Geschäften und dergleichen - für uns Neuseeländer eine große Umstellung.

Die neuseeländische Grenze bleibt für Besucher aus dem Ausland - mit Ausnahme der momentan heimkehrenden Neuseeländer - allerdings weiterhin geschlossen. Unsere Regierung hat aber letzte Woche einen Zeitplan für die Wiedereröffnung der Grenzen bekannt gegeben: Der Stoßtag ist hier der 30. April 2022. An diesem Datum soll die Grenze für nicht-neuseeländische Staatsangehörige wieder geöffnet werden.

Der Minister erklärte, dass die völlige Schließung der Grenze schrittweise aufgehoben werden solle - zuerst für Neuseeländer aus Australien am 17. Januar 2022, dann für Neuseeländer aus allen anderen Ländern am 13. Februar und schließlich für vollständig geimpfte, nicht-neuseeländische Reisende am 30. April 2022.

Eine "stufenweise" Öffnung kann aber natürlich auch für nicht-neuseeländische Staatsangehörige gelten, mit anderen Worten, unsere Regierung wird möglicherweise dann bestimmten Visumstypen den Vortritt lassen. Dies ging leider aus der Erklärung des Ministers nicht eindeutig hervor, daher müssen wir diesbezüglich noch abwarten.

Wie immer gibt es eine Liste von Hochrisikoländern, für die andere Regeln gelten. Deutschland steht glücklicherweise noch nicht auf dieser Liste.

Dies ist eine sehr positive Nachricht. Wir glauben, die Chancen sind gerade deutlich gestiegen, dass wir Mitte 2022 tatsächlich Schüler und Studenten in Neuseeland werden willkommen heißen können. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir im Moment immer noch keine Garantien bezüglich des Zeitraumes geben können, da eine verlässliche Prognose hinsichtlich der allgemeinen Weltsituation auf Grund möglicher neuer Varianten des Virus (wie z.B. Omicron) noch nicht möglich ist.

Sicher scheint zum jetzigen Zeitpunkt nur zu sein, dass bei Öffnung der Grenze Impfnachweis und zusätzlich ein negativer Covid-Test vor Abreise für Einreisende Pflicht sein werden. Ob eine Quarantäne ebenfalls vorgeschrieben sein wird und wie diese Quarantäne für Minderjährige aussehen würde, ist noch nicht sicher.

Wenn ihr der Situation in Neuseeland folgen wollt, so findet ihr regelmäßige Updates unserer Partnerorganisation N to Z International auf unserem Blog und auf der Webseite des neuseeländischen Gesundheitsministeriums.

Wir werden euch weiterhin über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten. In der Zwischenzeit geben wir gerne Auskunft, nehmen Interessensbekundungen entgegen, erstellen unverbindliche Kostenvoranschläge für 2022 & 2023 und freuen uns auf eure Bewerbungen.

Aktualisiert: 29/11/2021